Von Biggi & Vanessa

Hallo ihr Lieben,

die Höhle ist für viele von uns das zweite Wohnzimmer, ein politisches Statement, Raum für Freude, Zeit für Trauer, Momente der Freundschaft, Platz für Liebe, ein Ort für Kreativität & ein manches Mal auch für einen ordentlichen Rausch.Die Höhle ist anders, die Höhle ist einzigartig- wir alle machen sie zu dem Ort, den wir schätzen & für den unser Herz schlägt.
Getreu unserem Motto „you‘ll never drink alone“, laden Biggi, Vanessa & das gesamte Höhlenteam euch auf einen VIRTUELLEN Räuberhöhlenabend ein.  Es geht darum, dass ihr uns in diesen turbulenten Zeiten unterstützen könnt, damit wir diese gemeinsam meistern können. Alternativ zum „virtuellen Bierverkauf“ (Spende), könnt Ihr auch Gutscheine erwerben.
Hier habt ihr zwei Möglichkeiten: Gutschein 1:1 einlösbar oder Gutschein als 50% Spende & 50% Guthaben (Beispiel: 20€ bezahlen entspricht 10€ Gutschein). SEHR WICHTIG!!!    Für Spenden: direkt auf das Räuberhöhlenkonto überweisen oder per Paypal (siehe unten).
Für Gutscheine: direkt über SMS oder per WhatsApp an 0176/82197558, damit wir diese per Post an euch verschicken können.

Bankverbindung:
KSK-Ravensburg  Räuberhöhle GbR
IBAN: DE09 6505 0110 0101 1456 99

Paypal: bachmann.vanessa@gmx.net

Wir danken euch jetzt schon für all die lieben Worte, Vorschläge & Inspirationen, die Unterstützung durch den Verein und euer reges Interesse. Wir freuen uns auf euch, bis bald wieder in unserer Räuberhöhle!!!

Eure Biggi & Vanessa

 

PEN-Stipendiatin des Writers in Exile-Programms in der Räuberhöhle

  • Pressetext zur Lesung in der Räuberhöhle, geschrieben von Frank Matschinski.
  • Bilder von Made Höld.

Gut gefüllt war die Gaststätte Räuberhöhle in Ravensburg am letzten Sonntagnachmittag. Dort fand die 2. Lesung aus dem Writers in Exile-Programm des PEN-Clubs statt. Im Mittelpunkt stand die 1962 in Giresun / Türkei geborene Autorin Sebal Senyurt Arinli, deren Briefwechsel mit der ebenfalls geflüchteten Terezia Moras in dem Buch  „Zwei Autorinnen im Transit“ veröffentlicht wurde.

Die studierte Politikwissenschaftlerin und Journalistin Senyurt Arinli ist Dokumentarfimerin und -produzentin, außerdem war sie die erste Kamerafrau der Türkei. Als Gründerin des Dokumentarfilmerverbands BSB engagierte sie sich für die Präsenz von Frauen In der Filmbranche, entwickelte Workshops und Hochschulseminare und arbeitete intensiv zu den Themenkomplexen Genozid, Bevölkerungsaustausch, Exil / Verbannung. Sie engagierte sich in verschiedenen NGO´s, besonders zur demokratischen Lösung des Kurdenkonflikts. Als Gründungsmitglied der Frauennachrichtenagentur JINHA widmete sie sich den Themen Minderheitsrechte, Antimilitarismus, Kampf für Frauenrechte oder der Entwicklung alternativer ökologischer Lebensmodelle. Wegen ihres Einsatzes für eine friedliche Lösung des Kurdenkonflikts wurde Senyurt Arinli wie hunderte andere Journalisten im Juli 2017 vom AKP-Regime inhalftiert. Nur durch einen Zufall kam sie frei und konnte nach Deutschland fliehen.

Doch der lange Arm der AKP reicht bis nach Deutschland. Für die Veranstaltung war es beinahe unmöglich, eine DollmetscherIn zu finden, wie Made Höld zu Beginn der Veranstaltung berichtete. Viele türkisch-stämmige Ravensburger fürchten, wegen häufiger Denunziationen durch AKP-Mitglieder, Probleme bei der Einreise in die Türkei, wenn sie bei systemkritischen Veranstaltungen in Erscheinung treten.

Nach Vorstellung der Autorin und ihres bisherigen Lebenswerkes führte Micha Matschinski (Bündnis für Bleiberecht) thematisch in die verschiedenen Themenschwerpunkte der einzelnen Briefe ein. Die Briefe erzählen von Privatem, Politischem, Gesellschaftlichem, teils aus ganz persönlicher Sichtweise, teils scheren sie aus in die Historie des Landes, aus dem sie gekommen sind. Dabei stellen die Autorinnen einander Fragen über das Sein und das Leben, über den Alltag, über Träume und Visionen für die Zukunft, über ihr persönliches Leben im Rückblick. So beschreibt Senyurt Arinli die Motivation für ihre Arbeit aus ihrer Lebenssituation in der Türkei, beschreibt ihre Eindrücke als Geflüchtete bei ihrer Ankunft in der BRD und gibt Auskunft über ihre politischen Visionen für ein friedliches Zusammenleben der Völker. In allen Textpassagen traf Regina Liberatore (Verein Nätwörk Süd) als Vorleserin exakt den warmen, nachdenklichen und auch hoffnungsvollen Ton, der eine vertraute, ja enge Verbindung zwischen der Autorin und dem Publikum herstellte. Abschließend konnte das Publikum dank des kurzfristig eingesprungenen Grünen-Stadtrat Ozan Önder als Dolmetscher noch weitere Fragen an die sympathische Autorin stellen. Auch die 2. Veranstaltung dieser Reihe bot sehr einfühlsame Ansichten in die Gefühlswelt von Menschen, die ins Exil gezwungen wurden. Die Veranstalter, die maßgeblich von der Buchhandlung Ravensbuch unterstützt werden, hoffen auf ein erneutes Wiedersehen mit Sehal Senyurt Arinli, dann vielleicht in Zusammenhang mit einem ihrer vielen Dokumentarfilme.

**** SILVESTERPARTY 2019 ****

Mit netten Menschen ins neue Jahr 2020 feiern!

Genau dies wird bei der großen Silvesterparty in der Kultkneipe Räuberhöhle Ravensburg der Fall sein. DJ Made wird ab 21.00 Uhr Partysound pur und querbeet, für alt und jung, praktisch analog mit CD’s, auflegen.
Der Eintritt ist frei.

 

Von Made mit Made :).

 

Vollversammlung

Jahresvollversammlung der „Freunde der Räuberhöhle 2012 e.V:“

Auf der diesjährigen Vollversammlung gab es etliche personelle Veränderungen.
Hubert Kirchner gab seinen Job als Kassenprüfer zurück. Ihm rückte Gert Gottschalk nach. Markus Meyer, bereits im Sommer 2019 als erster Vorstand zurückgetreten, folgten Frieder Bertele (neu gewählter 1. Vorstand) und Rudi Österle (neu gewähltes Mitglied im Vorstandsteam). Alle neuen Mitglieder wurden einstimmig, wie in der früheren DDR, gewählt.

Das Highlight der diesjährigen Vollversammlung war die Verleihung des bundesweiten Widerstandspreises. Er ging in diesem Jahr an das „Bündnis Landkreis Ravensburg Nazifrei“. Entgegen nahm den Preis die grüne Landtagsabgeordnete Petra Krebs aus Wangen. Gestaltet hat ihn der Künstler Markus Meyer aus Ravensburg.

Der Widerstandspreis war bis 2010 ursprünglich ein rechtsradikaler Preis, der von den Freunden der Räuberhöhle 2012 e.V. gekapert wurde und seit 2012 als antifaschistische, freiheitliche Auszeichnung verliehen wird. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Die bisherigen Preisträger waren Edward Snowden, die Initiative „Wunsiedel ist bunt, nicht braun!“, Made Höld, Biggi Bachmann und Wolfgang Niedecken.

Nach der Vollversammlung wurden noch die Bilder der diesjährigen Räuberausstellung unter den anwesenden Gästen versteigert.

Text und  Bilder made by Made Höld
Dankeschön!!

Der Räuberausflug!!

Der diesjährige Räuberhöhlenausflug ging mit einem großen Reisebus und über 30 MitgliederInnen am Samstag, 9. November 2019 von Ravensburg nach Großholzleute in die Gaststätte Schwarzer Adler.

Hubert-Anton Baumeister, selbst Höhlenmitglied und Besitzer des Schwarzen Adlers, hatte den Ausflug angeregt. Organisiert wurde er vom Vorstandsmitglied Andrea Pross.

Dort angekommen, bekam die Reisegruppe eine fundierte Führung vom
Journalisten Dr. Rudi Holzberger, Herausgeber des Magazins „LandZunge“.
Zuerst erzählte er über die bezaubernde Allgäu-Landschaft Adelegg und dem Glasmacherweg, danach über die eigentliche Geschichte des Gasthofs.

Erbaut um das Jahr 1400 als Amtshaus, war es während des Bauernkrieges im Jahre 1525 Versammlungsort der aufständischen Bauern gegen den Schwäbischen Bund, mit dem Bauernjörg als Heerführer.

Von 1683 bis 1813 hatte dort Thurn und Taxis eine Posthalterei.

Im Jahre 1768 nächtigte die Erzherzogin Maria Theresia von Österreich mit ihrem Gefolge im Adler und zwei Jahre später kehrte dort ihre jüngste Tochter Maria Antoinette, die spätere Königin von Frankreich, auf ihrer Brautfahrt von Wien nach Versailles ein.

1987 verbrachte die britische Prinzessin Anne ihren Winterurlaub im Adler.

Vom 31. Oktober bis zum 2. November 1958 tagte die Schriftstellervereinigung Gruppe 47 in dem historischen Gasthof. Zu der Gruppe 47 gehörten unter anderem Ingeborg Bachmann, Hans Magnus Enzensberger, Peter Handke, Hans Werner Richter und Martin Walser. Viele Unterschriften von prominenten Gäste finden sich noch heute in den Gästebüchern des Schwarzen Adlers.

Nach einem Sektempfang und einer Führung durch das historische Gebäude, wurde gemeinsam getrunken und lecker gespeist. Auch eine initiierte Heizdecken-verkaufsveranstaltung durfte nicht fehlen.

Die weiteste Anreise zum Ausflug hatte das Höhlenmitglied Christoph Janker. Er war extra aus Brüssel angereist.

Abschließend bleibt festzustellen. Der diesjährige Höhlenausflug war eine runde Sache und alle TeilnehmerInnen waren durch die Bank total begeistert.

Schaut Euch die Bilder an!

* Text und Bilder von Made Höld  – DANKE 🙂

Montag, 5. August 2019 um 19.30 Uhr: „Der Schnitt“


Vorstellung einer neuen Demokratieform ohne Wahlen und Parteien

Am Montag, 05.08.2019 um 19.30 Uhr stellt Made Höld, überzeugter Antifaschist, ein neues, von ihm entwickeltes Demokratiemodell in der Räuberhöhle Ravensburg vor.

Dieses Modell „Der Schnitt“ hat vorrangig das Ziel den weltweiten Populismus einzudämmen und stattdessen das Engagement jedes einzelnen zu fördern. Für diese neue Demokratieform sind weder Wahlen noch Parteien von Nöten. Stattdessen wird garantiert, dass der Frauenanteil in Parlamenten/Gremien 50 Prozent beträgt. Nach der Präsentation, bei schönen Wetter im Hinterhof der Räuberhöhle, besteht die Möglichkeit, offen und kritisch über das neue Modell zu diskutieren.

Vielleicht hat „Der Schnitt“ sogar das Zeug, eine neue demokratische Bewegung zu werden?